Dieser Guide wurde 01/2026 auf Raspi5 (mit NVMe) getestet. Ich installierte PXVIRT9 auf RaspiOS Debian 13 Trixie.
Empfehlenswert? Jein. Selbst mit dem neuen Raspi 5, der nun endlich auch 16 GB RAM beherbergt, ist und bleibt es nun mal ein Raspi. Kurz und bündig: Eine Kernfunktion, das Backup zu einem PBS (Proxmox Backup Server), funktioniert leider auch hier nicht.
Der Raspi scheint mit den verwendeten Protokollen nicht so gut klarzukommen. Auch ein Raspi, der als PBS aufgebaut ist, funktioniert hier nicht. Ein Proxmox-Server auf einem x64-System kann allerdings seine Backups auf einem Raspi mit installiertem PBS verwenden.
Eine verwendete NFS-Freigabe funktioniert auf dem Raspi als Proxmox-Server ebenfalls nicht als Backupstrategie.
Eine Samba-Freigabe funktioniert jedoch als Backupstrategie!
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Einige Gedanken am Anfang:
Proxmox als Hypervisor mit einem RaspberryPi als Node? Ja, es funktioniert. Allerdings stellt sich die Frage, ob ich das am Ende auch produktiv verwenden werde. Meine Verwendung beschränkt sich momentan auf Adguard, TechnitiumDNS und DynDNS als automatisches Notfall-Backup, falls mein Hauptserver ausfällt. Ich bin ansonsten auch eingeschränkt, was die VMs und auch die LXCs betrifft. Es ist halt aarch64 und nicht x64. Des Weiteren funktionieren bei mir das Backup und Restore zu und von einem Proxmox Backup Server nicht. Eine NFS-Verbindung zu einer Freigabe wird zwar hergestellt, aber das erstellte Backup macht beim Restore über NFS ebenfalls einen Abbruch mit Fehlermeldung. Wenigsten eine SMB-Verbindung zu einer Freigabe passt. Es ist und bleibt derzeit eine Bastel-Lösung, zumal es offiziell immer noch nicht von Proxmox unterstützt wird. Ein betagtes ThinkCentre mit X64 Architektur und Core i5-4570T, 2Core, 4Threads (Generalüberholt) als Alternative kostet ca. 120€. Meist sind da schon eine 250GB SSD und 8GB Ram verbaut und ein Netzteil ist auch dabei. Ein NUC mit N95, 8GB Ram und 256GB NVMe kostet NEU ca. 150€. Preislich bin ich da nicht unbedingt über einen Raspi5 mit 8GB Ram. Da kommen eben noch SSD, Netzteil und Gehäuse dazu, was den Gesamtpreis ganz schnell nach oben drückt, je nach Marktlage.
Warum es trotzdem eine Alternative darstellen kann? Nun, ich habe immer einige Ideen, solche Sachen positiv darzustellen. Ich habe einige Raspi’s hier, die ich derzeit nicht verwende. Diese als Hochverfügbarkeits-Cluster-Nodes ins Proxmox eingebunden und einige Anwendungen installiert, die dort funktionieren, machen das Ganze schon wieder interessant. Die LXCs muss ich nicht unbedingt verwenden, kann ich aber (z.B. Debian, Ubuntu oder Alpine). Eine Debian-Server-VM mit Docker Compose installiert macht es hier allerdings auch. Allerdings muss ich auch hier beachten, die aarch64-ISOs zu Verwenden.
Update: Mittlerweile gibt es eine Menge vorgefertigte Scripte, die einem das Leben mit „Pxvirt“ sehr erleichtern. Hier der Link. Aber unbedingt auf das Datum schauen – einige Sachen wurden für Bookworm erstellt.
RaspiOS „Trixie“ installieren:
Ich installiere mit angegebenem Benutzer, dazugehörigem Passwortes, Länderkennung de, Hostname pve1 und SSH-Zugriff. Somit kann ich mich mit dem Benutzer anschließend im Terminal anmelden. Hier der Link zur Installationsroutine (vorerst ohne sudo raspi-config – nur mit den Einstellungen des „Raspberry Pi Imager“).
Wenn fertig, verbinde ich mich mit einem Terminal. Auf Win11 verwendete ich CMD und auf Linux verwende ich Termius (pi ist mein angelegter Benutzer für diesen Test).
ssh pi@192.168.1.143
Falls schon ein älterer ssh-Key vorhanden ist und die Verbindung deshalb nicht hergestellt wird, muss ich vorher den vorhanden Key löschen:
ssh-keygen -R 192.168.1.143
System aktualisieren:
sudo apt update && sudo apt upgrade -y
Falls curl unter Umständen noch nicht installiert ist, hole ich das jetzt nach:
sudo apt install curl bridge-utils -y
Root-Passwort festlegen:
sudo passwd root
GPG-Key hinzufügen & PXVIRT zu den Quellen hinzufügen:
sudo su
curl -L https://mirrors.lierfang.com/pxcloud/lierfang.gpg -o /etc/apt/trusted.gpg.d/lierfang.gpg
source /etc/os-release
echo "deb [arch=arm64] https://mirrors.lierfang.com/pxcloud/pxvirt trixie main" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/pxvirt-sources.list
exit
sudo apt update
Installation von ifupdown2 (Proxmox benötigt das später):
sudo apt update
sudo apt install ifupdown2 -y
Achtung! Wenn folgende (eher unscheinbare) Ausgabe erscheint:
error: Another instance of this program is already running.
Folgendes wende ich nun an (nur bei einem angezeigten Fehler!):
sudo apt remove ifupdown2 -y && sudo apt autoremove -y && sudo apt clean
Nun installiere ich ifupdown2 noch einmal:
sudo apt install ifupdown2 -y
Statische IP-Adresse einrichten:
Nun richte ich gleichzeitig die Netzwerkschnittstelle vmbr0 für PXVIRT ein. Somit spare ich mit später das Anlegen einer Bridge:
sudo systemctl disable --now NetworkManager
sudo nano /etc/network/interfaces
Folgendes füge ich ein:
(allow-hotplug eth0 muss derzeit gesetzt werden, da es einen bestätigten Bug unter Trixie gibt, der die Netzwerkerkennung unnötig verzögert)
# interfaces(5) file used by ifup(8) and ifdown(8)
auto lo
iface lo inet loopback
allow-hotplug eth0
auto eth0
iface eth0 inet manual
auto vmbr0
iface vmbr0 inet static
address 192.168.1.143/24
gateway 192.168.1.1
bridge-ports eth0
bridge-stp off
bridge-fd 0
Strg-x, y, Enter
sudo systemctl mask systemd-networkd-wait-online.service
Nun die Host-Datei anpassen:
sudo nano /etc/hosts
Ich ändere zu:
127.0.0.1 localhost
::1 localhost ip6-localhost ip6-loopback
127.0.1.1 pve1
192.168.1.143 pve1.local pve1
Strg, y, Enter
sudo reboot
Pxvirt Installieren:
sudo apt update
sudo apt install pxvirt proxmox-ve pve-manager qemu-server pve-cluster -y
Die Installation dauert nun etwas. Folgende Abfrage beantworte ich:
- pxvirt-sources.list: N und Enter
sudo reboot
Wenn fertig, anschließend im Browser:
https://192.168.1.143:8006
Anmeldung: root und das erstellte root-Passwort

Die Netzwerkbridge muss bei dieser Installationsmethode nicht separat eingerichtet werden. Das habe ich schon in der „interfaces“ angegeben. Da ich allerdings VLAN aware verwende, muss ich das noch aktivieren.
No-Subscription aktivieren:
- node
- Updates
- Repositories
- Hinzufügen
- No-Subscriiption
- Hinzufügen
- Hinzufügen
- Repositories
- Updates
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Quelle(n):
https://docs.pxvirt.lierfang.com/en/installfromdebian.html
https://github.com/jiangcuo/pxvirt
https://wiki.crowncloud.net/?How_to_Add_Swap_Space_on_Debian_12